Welche Bedeutung hat die Diagnostik?

Entsprechende Beobachtungen und Sorgen von Eltern sind in der Regel ausreichende Gründe für eine genauere Abklärung im Rahmen einer interdisziplinären Diagnostik – in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) bzw. einer Interdisziplinären Frühförderstelle (IFF).

Es hat sich gezeigt, dass Eltern sehr sensibel sind für Auffälligkeiten in der Entwicklung ihrer Kinder und diese oftmals als Erste wahrnehmen. Erhärtet sich ein Verdacht nicht, trägt die förderdiagnostische Abklärung zu einer sorgenfreien und entspannten Eltern-Kind-Beziehung bei.

Was ist unter Solitär- oder Komplexleistung zu verstehen?

Frühförderung im ursprünglichen, engeren Sinne ist eine solitäre, heilpädagogische Maßnahme. Dabei werden Entwicklungsauffälligkeiten systematisch durch gemeinsames Spiel und Übungsbehandlung in ihrem Ausmaß eingegrenzt, gemildert oder im günstigsten Fall beseitigt.

Manche der Kinder brauchen wegen spezieller sprachlicher, motorischer oder/und Wahrnehmungsschwierigkeiten über heilpädagogische Maßnahmen hinaus zusätzliche medizinisch-therapeutische Hilfen durch logopädische, ergotherapeutische oder physiotherapeutische Fachkräfte; hierbei wird von interdisziplinärer Frühförderung als Komplexleistung gesprochen, um die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch zwischen diesen Professionen und deren Einrichtungen zu ermöglichen.