Welche Rechtsgrundlagen sind relevant?

Ende des vergangenen Jahrtausends entstanden Initiativen, dieser interdisziplinären Zusammenarbeit eine rechtliche Grundlage zu geben.

In der Folge wurde 2003 von Bundestag und Bundesrat die Frühförderungsverordnung (FrühV) verabschiedet -- in Baden-Württemberg seit dem 1. Juni 2014.

Was sagt das neue Bundesteilhabegesetz und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur „Komplexleistung Frühförderung“?

Die Entwicklung von Kindern ist ein sensibler Prozess. Gerade in den ersten Lebensjahren bestehen hohe Gefahren für die kindliche Entwicklung. Daher gilt es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen der Entwicklung rechtzeitig wahrzunehmen. Neben den medizinischen und biologischen Risikofaktoren bestimmen auch die (psycho)sozialen Bedingungen die Entwicklung von Kindern. Je früher dabei in der kindlichen Entwicklung eine Auffälligkeit oder Beeinträchtigung erkannt wird, desto besser kann vorgebeugt und geholfen werden.

Die Frühförderung umfasst daher medizinisch-therapeutische [z.B. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie], psychologische, heilpädagogische, sonderpädagogische und psychosoziale Leistungen sowie die Beratung der Erziehungsberechtigten, die von den Krankenkassen und den Trägern der Sozialhilfe sowie der Jugendhilfe erbracht werden – ambulant oder/und mobil.