Was ist Heilpädagogik?

Begrenze dein Kind nicht auf das, was du gelernt hast, denn es ist in einer anderen Zeit geboren.
(Weisheit der Rabbiner)

Heilpädagogik ist eine wissenschaftliche Disziplin der Pädagogik. Die Vorsilbe „Heil“ leitet sich vom griechischen „holos“ = „ganz“ ab.

Aus heilpädagogischer Sicht ist der ganze Mensch (Geist/Denken, Seele/Fühlen und Leib/Wollen) mit seinen Begabungen wie auch mit seinen Behinderungserfahrungen bei der pädagogischen Bearbeitung und Behandlung von Problemstellungen zu betrachten und mit einzubeziehen – in individueller und sozialer Hinsicht (Stichworte: Partizipation, Inklusion).

Heilpädagogik bedient sich Erkenntnissen aus der Pädagogik, Psychologie, Medizin, Philosophie und Soziologie.
Gefördert und begleitet wird der Mensch in seiner gesamten Entwicklung: seiner Persönlichkeit, seiner Eigenständigkeit, seiner sozialen und persönlichen Kompetenzen, seinem Entwicklungs- und Bildungsstand sowie dessen Umfeld.

Heilpädagogik beschäftigt sich mit Menschen, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verläuft. Dies können leichte oder schwerere Beeinträchtigungen in körperlichen, sensorischen, sprachlichen, seelischen, intellektuellen und/oder sozialen Bereichen sein.

Die Aufgabe der Heilpädagogik ist dem Menschen jeder Altersstufe die Möglichkeit zu geben, über ressourcenorientiertes Arbeiten wieder zu sich, zu seinen Fähigkeiten und damit zur Autonomie bzw. Eigenständigkeit zu finden. So kann der Antrieb zur Veränderung aus dem Menschen selbst entstehen.